Widerstand Farbcode Rechner

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Der Widerstand Farbcode Rechner ist ein einfaches Tool um Widerstände anhand des Farbcodes zu bestimmen. Mit diesem Farbcoderechner für Widerstände lassen sich der Widerstand eines Bauelements schnell und einfach ermitteln. Einfach die Anzahl der Bänder des Widerstandes wählen – 4, 5 oder 6, die Farben auswählen, und im Handumdrehen wird der Widerstand mit Toleranz, Bereich und Temperaturkoeffizientenwert angezeigt, wenn der Farbcode für den Widerstand mit 6 Bändern gewählt wurde.

Wenn Du verstehen willst, wie man den Farbcode eines Widerstandes liest, scrolle nach unten und Du findest dort Formeln und Erklärungen. Außerdem zeigen wir den 10k-Widerstands-Farbcode sowie viele andere informative Beispiele.

Der Widerstand Farbcode Rechner

Dieser Rechner ist ein nützliches Tool zur Berechnung der Farbcodes von Widerständen. Falls Du Probleme bei der Bedienung des Widerstand Farbcode Rechner hast, solltest Du den nachfolgenden Artikel zur Erklärung lesen.

Widerstand Farbcode Rechner

Wie liest man den Farbcode von Widerständen?

Farbbänder sind eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, den Wert eines elektronischen Bauteils anzugeben. Auf den kleinsten Widerständen wären die aufgedruckten alphanumerischen Codes zu klein zum Lesen, daher wurde der Farbcode zur Bestimmung von Widerständen in den frühen 1920er Jahren entwickelt.

Die erste Frage, die sich in der Regel stellt, lautet: Woher weiß ich, von welchem Ende aus ich anfangen soll, meinen Farbcode für Widerstände zu lesen, wenn ich keinen Widerstand Farbcode Rechner zur Verfügung habe? Glücklicherweise gibt es ein paar visuelle Hinweise!

  • Im Normalfall sind die Bänder nicht regelmäßig beabstandet – es gibt eine Lücke, und die Bänder sind irgendwie gruppiert. Die größere Lücke befindet sich vor dem Toleranzband. Die größere Gruppe wird auf die linke Seite gelegt und die Widerstände von links nach rechts gelesen.

  • Sehr oft ist die Toleranz des Widerstandes gleich 5% oder 10%. Diese Werte sind mit Metallfarben – Gold bzw. Silber – gekennzeichnet. Der Farbcode des Widerstandes beginnt jedoch nie mit dieser Farbe – wenn man also die Metallfarbe auf dem Widerstand findet, ist es definitiv der Toleranzwert, also muss er auf der rechten Seite platziert werden. Auch hier lesen Wir den Widerstandswert von links nach rechts ab.

  • Gewöhnlich wird das erste Band dem Ende am nächsten sein, aber nicht immer, also verwendet man in diesem Fall andere Anhaltspunkte.

Wenn keine der oben genannten Möglichkeiten zur Lösung des Problems zu helfen scheint, kann man immer noch ein Multimeter oder unseren praktischen Widerstand Farbcode Rechner verwenden, um zwischen zwei möglichen Widerständen – und Ableserichtungen – zu unterscheiden.

Aber kommen wir auf den Punkt: Wie liest man den Farbcode der Widerstände?

Der Wert des Widerstandes wird mit den Farben gekennzeichnet. Jede Farbe ist eine andere Zahl:

NameNummerFarbeNameNumerFarbe
schwarz0 grün5 
braun1 blau6 
rot2 violett7 
orange3 grau8 
gelb4 weiß9 

 

Es ist der Farbcode, der für die ersten 2 oder 3 Bänder von der linken Seite aus gilt.

Dann haben wir das Band, das Multiplikator genannt wird, und die Bedeutung der Farben ist unterschiedlich:

NameMultiplikatorFarbeNameMultiplikatorFarbe
schwarzx1 Ω    blaux1 MΩ 
braunx10 Ω violetx10 MΩ 
rotx100 Ω graux100 MΩ 
orangex1 kΩ weißx1 GΩ 
gelbx10 kΩ goldx0.1 Ω 
grünx100 kΩ silberx0.01 Ω 

 

Hier stellt die Farbe die 10er-Potenz dar, mit der die aus vorhergehenden Bändern erzeugte Zahl multipliziert werden muss. Man kann die Multiplikatoren mit Präfixen wie kilo, mega oder giga ausdrücken (kΩ, MΩ, GΩ), aber auch die wissenschaftliche Notation wird verwendet – z.B. 10⁹ Ω (gigaohm).

Und schließlich ist das letzte Band, das in allen Arten von Widerständen vorkommt – 4, 5 und 6 Band – ein Toleranzband. Es wird in Prozent ausgedrückt, und die Variation im Widerstand der Komponenten ist meist statistischer Natur (Normalverteilung):

NameToleranzFarbeNameToleranzFarbe
braun±1 % violet±0.1 % 
rot±2 % grau±0.05 % 
grün±0.5 % gold±5 % 
blau±0.25 % silber±10 % 

 

Das ist alles, was man über die Bedeutung der Farben für die Farbcodes von 4- und 5-Bandwiderständen wissen muss. Für 6-Bandwiderstände gibt es einen zusätzlichen Ring, der den Temperaturkoeffizienten angibt – lese  darüber im Abschnitt über 6-Bandwiderstände. Scrolle nach unten und finde die Formeln je nach Typ des Widerstandes heraus!

Verwendung des Farbcode Rechner für Widerstände

Wir haben uns sehr bemüht, den Widerstand Farbcode Rechner so einfach und intuitiv wie möglich zu gestalten, aber wenn es Probleme gibt, hilft das folgende Beispiel weiter.

  1. Wähle die Anzahl der Bänder auf dem Widerstand. Es gibt drei Optionen: 4, 5 oder 6 Bänder. Nehmen wir an, wir haben einen Widerstand mit fünf Bändern.
  2. Stelle die Farben der Bänder ein. Wenn du nicht weisst, welches das erste und welches das letzte Band ist, schau dir die Bilder an, die im Rechner eingebaut sind. In der Regel befindet sich vor dem Toleranzband eine Lücke, so dass man Anfang und Ende erkennen kann. In unserem Beispiel nehmen wir an, wir haben die Farben: braun, rot, violett, schwarz und rot.

    Widerstand mit 5 Farbringen.

    Ein Widerstand mit 5 Farbringen zur Bestimmung.

  3. Der Rechner erstellt das farbige Band. Vergleiche diese mit deinem Widerstand, ist es die gleiche Reihenfolge?
  4. Wenn alle Bänder eingegeben sind, zeigt der Widerstand Farbcode Rechner den Wert des Widerstand an, mit Toleranz, Maximal- und Minimalwert, die sich aus der Toleranz ergeben. In unserem Beispiel sollte der Widerstand gleich 127Ω sein. Wenn Du den Farbcode für den Widerstand mit 6 Bändern eingegeben hast, wird zusätzlich auch die Bedeutung des 6. Bandes angezeigt: der Temperaturkoeffizient in ppm/°C.

Da Du jetzt weißt, wie man den Farbcode von Widerständen liest und den Widerstand Farbcode Rechner bedient, möchtest Du vielleicht eine Schaltung mit parallel oder in Serie geschalteten Widerständen erstellen.

Wir haben auch andere Tools, die eng mit dem Thema verbunden sind, wie z.B. für die Berechnung des Drahtwiderstands.

Farbcode für 4-Band-Widerstände

4-Ring-Widerstand.

Widerstand mit 4 Ringen zur Bestimmung.

 

Die Formel für den Farbcode des 4-Bandwiderstandes lautet:

R = Band3 * [(Band1 * 10) + Band2] ± Band4

Aber was bedeutet das, wie liest man das? Schauen wir uns das Beispiel an, und alles sollte klar sein:

  1. Nehmen wir an, wir haben einen Widerstand mit 4 Farbbändern. Die Farben sind: grün, rot, rot und gold.

    Ein Widerstand mit vier Bändern zur Ermittlung des Wertes.

    4-Band-Widerstand

  2. Nehmen wir die ersten beiden Farben – Grün und Rot. Die entsprechenden Ziffern sind 5 und 2. Setzt man sie zusammen, erhält man die Zahl 52. Du kannst sie formell folgendermaßen schreiben:
    (Band1 * 10) + Band2
    also in unserem Fall
    (5 * 10) + 2 = 52

  3. Nehmen wir das dritte Band – Rot. Diesmal ist die Bedeutung anders, denn es handelt sich um das Multiplikatorband, und der entsprechende Faktor ist 100 Ω.
    Multipliziere das vorherige Ergebnis mit diesem Wert.

    R = band3 * [(band1 * 10) + band2]
    also in unserem Beispiel:
    R = 100Ω * [(5 * 10) + 2] = 5200Ω = 5.2kΩ

  4. Das Toleranzband. In unserem Fall ist das Band Gold, die Toleranz beträgt also 5%. Das bedeutet, dass unser Widerstandswert nicht genau dem Wert 5,2 kΩ entspricht, sondern 5,2 kΩ ± 5 %. Der Wert kann also irgendwo im Bereich <Rmin, Rmax> liegen:

    Mindestwert: Rmin = R – band4 * R
    in unserem Beispiel:
    Rmin = 5,2 kΩ – 5,2 kΩ * 5 % = 5,2 kΩ – 0,26 kΩ = 4,94 kΩ

    Maximalwert: Rmax = R + band4 * R
    so in unserem Fall:
    Rmax = 5,2 kΩ + 5,2 kΩ * 5% = 5,2 kΩ + 0,26 kΩ = 5,46 kΩ

Und das ist alles! Das war doch gar nicht so schwer, oder? Überprüfe das Ergebnis einfach mit unserem Widerstand Farbcode Rechner.

Farbcode für 5-Band-Widerstände

Widerstand mit fünf Bändern zur Ermittlung der Werte.

Widerstand mit 5 Ringen zur Bestimmung.

Der Unterschied zwischen 4- und 5-Band-Widerständen liegt in signifikanten Ziffern – es sind 2 bzw. 3. Die Formel für den Farbcode von 5-Bandwiderständen kann also als Formel geschrieben werden:

R = Band4 * [(Band1 * 100) + (Band2 * 10) + Band1] ± Band5

Erweitern wir einfach unser vorheriges Beispiel – nach zwei signifikanten Bändern, grün und rot, nehmen wir blau dazu:

Ein Widerstand mit fünf Bändern zur Ermittlung des Wertes.

5-Band Widerstand.

  1. Für Grün, Rot und Blau sind die entsprechenden Ziffern 5, 2 und 6. Das ist unsere Nummer – 526. Die Formel lautet wie folgt:
    (Band1 * 100) + (Band2 * 10) + Band1
    also in unserem Fall
    (5 * 100) + (2 * 10) + 6 = 526

  2. Das vierte rote Band ist wieder unser Multiplikatorring, mit dem entsprechenden Faktor 100 Ω. Multipliziere das erhaltene Ergebnis mit diesem Wert:
    R = Band4 * [(Band1 * 100) + (Band2 * 10) + Band1]
    also in unserem Beispiel:
    R = 100 Ω * [(5 * 100) + (2 * 10) + 6] = 52600 Ω = 52.6 kΩ

  3. Und schließlich bedeutet das Toleranzband für Gold eine Toleranz von 5%. Unser Widerstand kann überall im Bereich <Rmin, Rmax> liegen:


    Mindestwert:
    Rmin = R – band5 * R
    so in unserem Beispiel:
    Rmin = 52.6 kΩ – 5.26 kΩ * 5% = 52.6 kΩ – 2.63 kΩ = 49.97 kΩ

    Maximalwert: Rmax = R + Band5 * R
    in unserem Fall:
    Rmax = 52.6 kΩ + 52.6 kΩ * 5% = 52.6 kΩ + 2.63 kΩ = 55.23 kΩ

Farbcode für 6-Band-Widerstände

Der Farbcode des 6-Bandwiderstandes ist fast wie der des 5-Bandwiderstandes, aber er enthält zusätzlich ein Temperaturkoeffizientenband an der letzten Position. Dieser thermische Koeffizient (TCR) definiert die Widerstandsänderung in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur und wird in ppm/°C ausgedrückt.

Wenn wir zum Beispiel einen Widerstand mit einem TCR von 50 ppm/°C haben, dann bedeutet dies, dass der Widerstand sich nicht mehr als 0,00005 Ohm pro Ohm pro Grad Temperaturänderung ändert (aber nur im angegebenen Temperaturbereich, siehe Datenblatt des Bauelements). Angesichts des TCR und der Information, dass der Anfangswert des Widerstandes bei Raumtemperatur T0 = 25°C gleich ist, z.B. R0 = 50Ω, können wir den Widerstand R nach Erwärmung oder Abkühlung des Elements auf eine andere Temperatur, z.B. T = 50°C, berechnen:

R = R0 * (1 + TCR * (T – T0))
R = 0625Ω * (1 + 0,00005 1/°C * 25°C) = 50,50Ω

Für diese Berechnungen können wir auch Kelvin anstelle der Temperatur in Grad Celsius verwenden, da es auf die Differenz zwischen den Temperaturen ankommt, nicht auf den absoluten Temperaturwert. Ein ähnliches Konzept wie der TCR ist der Wärmeausdehnungskoeffizient – hier ändert sich nicht der Widerstand, sondern die Länge oder das Volumen des Elements mit der Temperatur.

Achtung! Manchmal bedeutet das sechste Band nicht den Wärmeausdehnungskoeffizienten, sondern die Zuverlässigkeit des Widerstandes, aber das sind eher seltene Fälle.

Die Farben des letzten Bandes sind wie folgt kodiert:

NameTCR [ppm/°C]FarbeNameTCR [ppm/°C]Farbe
braun100 gelb25 
rot50 blau10 
orange15 violett5 


Farbcode für 10k-Widerstände

Es gibt viele Optionen für die Kodierung eines 10k-Widerstand, je nach Toleranz und Anzahl der Bänder.

4-Band Farbcode für 10k-Widerstand

4 Farbringe zur Bestimmung der Werte eines 10k-Widerstand.

4-Band Farbkodierung eines 10k-Widerstandes.

Die ersten drei Bänder sind immer die gleichen:

  1. Das erste Band ist braun, es steht für 1.
  2. Das zweite Band ist schwarz, was 0 bedeutet.
  3. Das dritte Band – Multiplikator x 1 kΩ – ist orange
  4. Das vierte Band hängt gibt die Toleranz an – es ist also jede Farbe für das Toleranzband möglich

Zur schnellen Überprüfung der Berechnungen:

R = [(Band1 * 10) + Band2)] * Band3
R = [(1 * 10) + 0)] * 1kΩ = 10 * 1kΩ = 10kΩ

5- und 6-Band Farbcode für 10k-Widerstand

5 Farbringe zur Bestimmung der Werte eines 10k-Widerstand.

4-Band Farbkodierung eines 10k-Widerstandes.

Es werden immer die ersten vier Bänder festgelegt:

  1. Das erste Band ist braun, und steht auch hier für die 1.
  2. Das zweite Band ist schwarz, was 0 bedeutet.
  3. Das dritte Band ist schwarz, was 0 bedeutet.
  4. Das vierte Band ist ein Multiplikator x 100Ω, welcher rot ist.
  5. Das fünfte (und sechste) Band kann unterschiedlich sein, da es sich um die Toleranz- und Wärmekoeffizienten-Werte

Zur Überprüfung:

R = [(Band1 * 100) + (Band2 * 10) + Band3)] * Band4
R = [(1 * 100) + (0 * 10) + 0)] * 100Ω = 100 * 100Ω = 10kΩ

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About Author

Carsten Hack ist begeisterter Hobby-Bastler auf vielen Gebieten und Autor von e-hack.de. Seine Erfahrung und Expertise schreibt er in informativen Beschreibungen verschiedener elektrischer Bauteile nieder und gibt Tipps zu allen Fragen der Beleuchtung und LED-Leuchtmitteln.

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